Die römische Kamille (Anthemis nobilis) ist eine der ältesten Heilpflanzen der Welt. Im Mittelalter war sie Symbol für Mut und Tapferkeit.
Im Vergleich zur bekannteren Echten Kamille (Matricaria chamomilla) ist sie seltener und kostbarer.
Das liegt nicht nur an ihrer besonderen Wirkung, sondern auch an ihrem anspruchsvollen Wesen:
Römische Kamille benötigt durchlässige, humusreiche Böden und ausgewogene Temperaturen. Ihr Ertrag ist geringer als der der Deutschen Kamille (Matricaria chamomilla), und auch die Ernte verlangt viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl.
Für die Gewinnung des ätherischen Öls werden die ganzen Blütenköpfchen destilliert – frisch und teilweise schonend angetrocknet. Die Ausbeute ist äußerst gering: Für 1 kg etherisches Öl werden etwa 80–100 kg frische Pflanze benötigt.
Hauptanbaugebiete sind heute England, Bulgarien, Frankreich, Ungarn und Chile. Der erste kommerzielle Anbau begann bereits 1822 in Ungarn.
Römische Kamille besitzt den höchsten Estergehalt unter den Kamillenarten. Das macht sie besonders interessant für die Parfümerie und die Psychologie. Ihr Duft ist warm, süß, fruchtig, erfrischend, und erinnert an reife Äpfel. In der Aromatherapie gilt sie als wertvolle Begleiterin bei: Angstzuständen, Schlaflosigkeit auch bei nervöser Anspannung, Stimmungsschwankungen, emotionaler Frustration ist sie sehr hilfreich. Sie ist besonders wohltuend für Menschen, deren Gedanken kaum zur Ruhe kommen; für all jene, die viel grübeln, analysieren und „overthinken“.
„Römische Kamille bügelt die Gedanken glatt.“
– Professor Wabner
Auf körperlicher Ebene ist Römische Kamille hilfreich u. a. bei Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelzittern, schmerzhafter Menstruation, Beckenschmerzen, Rheumatischen Beschwerden, Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Lenden-und Rückenschmerzen, PMS, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen.








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