Die wichtigsten ätherischen Öle

 

Bergamotte

Die Bergamotte (Citrus bergamia) stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum, wird heute aber besonders in der italienischen Provinz Kalabrien kultiviert. Die Pflanze aus der Familie der Zitrusfrüchte wächst dort unter optimalen Bedingungen. Das ätherische Öl wird durch die Kaltpressung der Fruchtschalen gewonnen und wird von den Einheimischen als “gelbes Gold” geschätzt. Für Kalabresen gilt der Duft als Garant für gute Laune und ist ein traditionelles Mittel in der Volksheilkunde. Es duftet zart süßlich-blumig mit zitrisch-fruchtiger Note. Sein als “orientalisch” anmutender Charakter machte es zum dominanten Bestandteil in Eau de Toilette. Außerdem aromatisiert es den berühmten “Earl Grey” Tee. Es ist gut für Duftmischungen geeignet und ergänzt sich schön mit anderen Zitrusölen wie Grapefruit und Mandarine.

Wirkung:

Bergamotteöl unterstützt das Immunsystem und hat eine stark aufhellende Wirkung. Es klärt und erfrischt den Kopf, berührt das Herz. Es wirkt antiseptisch, fiebersenkend, schmerzlindernd und Verdauung fördernd. Es erhöht die Lichtempfindlichkeit, also Vorsicht beim Sonnenbaden nach der Anwendung!

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Zitrone

Die Zitrone (Citrus limonum) ist die Frucht des immergrünen Zitronenbaumes, der im Mittelmeerraum und subtropischen Regionen wächst. Ursprünglich kommt sie aus China. Von dort gelangte sie nach Persien und wurde von Alexander dem Großen nach Griechenland gebracht. Die Menschen erkannten sehr früh das große Potential der Frucht. Heute ist Zitronenöl in der Parfümerie, der Kosmetik, der Pharmazie sowie bei Herstellung von Lebensmitteln weit verbreitet. Das durch Schalenpressung gewonnene Zitronenöl hat besondere Wirkungen auf Körper, Geist und Seele. Es schärft den Verstand, aktiviert den Geist und ist hilfreich in emotional schwierigen Zeiten. Die Traditionelle Chinesische Medizin beschreibt die Wirkungen als Qi-regulierend, also Energien und Kräfte ausgleichend. Durch das in der Frucht enthaltene Vitamin C erlangte die Zitrone medizinische Bedeutung im Umgang mit der gefürchteten Seefahrer-Krankheit Skorbut.

Wirkung:

Zitronenöl hemmt Entzündungen und fördert die Verdauung. Es unterstützt die Leber. Als Massageöl hat es sich bei schwachen Venen und Krampfadern bewährt.  Studien in den USA und Japan haben gezeigt, dass das ätherische Öl in der Raumluft hilft, die Konzentration zu verbessern und das Wohlbefinden zu steigern. Das es photosensibilisierend wirken kann, soll man nach der Anwendung die Haut nicht direkt der Sonne aussetzen.

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Orange, süß

Die Orange (Citrus sinensis) stammt aus China und kam durch die Portugiesen im frühen 16. Jh. nach Europa. Heute findet man Orangenbäume, die bis zu 10 Meter hoch wachsen können, mit ihren immergrünen, glänzenden Blättern in allen subtropischen Gebieten und rund um das Mittelmeer. Aus den Orangenschalen wird durch Pressung das aromatische Öl gewonnen, das in großem Maße in der Parfümerie und der Lebensmittelaromatisierung verwendet wird. Die Kraft der enthaltenen Terpene wird in natürlichen Reinigungsmitteln geschätzt. Auch zur Reinigung der Luft eignet es sich. Orangenduft ist bei Erwachsenen und bei Kindern ein emotionaler Duft, denn er strahlt Energie und Lebensfreude aus und weckt Assoziationen mit der Weihnachtszeit.

Wirkung:

Orangenöl stärkt die Abwehrkräfte und hilft bei Unruhe und Stress. Es wirkt stimulierend, erfrischend, stimmungsaufhellend, muskelentspannend, durchblutungsfördernd, verdauungsfördernd. In der Chinesischen Medizin werden getrocknete Orangenschalen gegen Husten, Erkältung und Appetitlosigkeit eingesetzt.

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Mandarine, rot

Die Mandarine (Citrus reticulata) ist ein kleiner immergrüner Baum aus der Familie der Rautengewächse mit leuchtend orangefarben Früchten. Sie stammt ursprünglich aus China und dem Nordosten Indiens. Die Bezeichnung “rot” gibt Auskunft über den Erntezeitpunkt. Die Früchte dieses feinen ätherischen Öles werden also reif und rot geerntet, im Gegensatz zur grünen Mandarine. Mandarinenöl ist das Wohlfühlöl überhaupt! Besonders Kinder und ältere Menschen lieben es. Der Duft des Mandarinenöls hat ein intensiv komplexes Aroma, frisch, warm, weich und lebendig. Seine frische, zitrische Süße verzaubert die Sinne und schafft Wohlbefinden.

Wirkung:

Mandarinenöl schenkt Heiterkeit, beruhigt und entspannt. Es unterstützt einen gesunden Schlaf, bringt Ruhe und hilft, Stress abzubauen. Besonders Kinder sprechen gut auf seine sanft-beruhigende Wirkung durch die in ihm enthaltenen Anthranilsäureester an, auch bei der sogenannten Hyperaktivität. Mandarinenöl stärkt zudem die Immunabwehr. In der Hautpflege ist es besonders bei fettiger Haut hilfreich.

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Lavendel

Lavendel (Lavandula officinalis) gilt als der Duft des Südens schlechthin. Das bekannteste Anbaugebiet ist die Provence, wo sich ganze Landschaftszüge zur Hauptblütezeit in ein violettes Meer verwandeln. Da es eines der meist gehandelten Öle weltweit ist, gibt es riesige Unterschiede in der Qualität. Lavendel wird leicht verwechselt mit Lavandin oder Schopflavendel, deren Zusammensetzung und Wirkung sich jedoch stark unterscheiden. Lavendelöl gilt neben dem Rosenöl als das ätherische Öl mit den vielfältigsten Anwendungsmöglichkeiten. Man findet es in der Kosmetik, in Badezusätzen, Waschmitteln und Sanitärprodukten. Kaum ein Duft verfolgt uns so sehr durch alle Lebensbereiche wie Lavendel.

Wirkung:

In der Naturheilkunde wird Lavendel bei Hautproblemen, Schlaflosigkeit, Anspannung, Stress, Muskel-, Verdauungs- und Atembeschwerden angewendet. Ein paar Tropfen im Diffuser oder direkt aufs Kopfkissen, oder ein paar Sprüher mit dem Aromaspray ergeben eine sanfte, natürliche Einschlafhilfe. Mit reinem Lavendelöl wurden auch die erstaunlichsten Erfolge bei der Behandlung von Verbrennungen und Narben erzielt.

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Teebaum

Teebaum (Melaleuca alternifolia) ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Myrtengewächse, der in Australien beheimatet ist. Er gehört zu den mythischen Pflanzen der Aborigines. Die australischen Ureinwohner setzen schon seit Jahrtausenden den Teebaum, seine Blätter und Blüten und sogar die Rinde bei Ritualen und zur Behandlung vieler Beschwerden ein. Teebaumöl genießt einen ähnlichen Ruf als Allheilmittel wie in anderen Kulturen z.B. das Lavendelöl oder das Rosenöl. Auch im Westen wurde inzwischen die Bedeutung dieses herausragenden Öls verstanden, weshalb er heute in jedem Supermarkt zu finden ist – oft in minderwertiger Qualität. Hochwertiges Öl stammt aus kleinem Anbau oder Wildwuchs und wird durch schonende Wasserdampfdestillation gewonnen.

Wirkung:

Wegen seiner absolut eindrucksvollen antiviralen, antibakteriellen und fungiziden Fähigkeiten war Teebaumöl im 2. Weltkrieg im Notfallgepäck jedes australischen Soldaten. Teebaum wirkt reinigend und klärend. Bei Insektenstichen und Juckreiz verschafft es schnelle Linderung und hilft das Abschwellen zu beschleunigen. Es ist wirksam bei der Behandlung von Wunden, Hautunreinheiten und Pickeln. Auf seelisch geistiger Ebene kann es die Durchsetzungskraft fördern, das Selbstvertrauen stärken, Ängste lösen und die Stimmung heben.

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Rose

Die Rose wurde schon in der Antike kultiviert und verehrt. Theoprast (372-287 v. Chr.) schreibt detailliert über Rosenkulturen und Rosenzucht im antiken Griechenland. Und Dioskurides (46-120 n. Chr.) schreibt über die Heilwirkung der Rosen in der berühmten “Materia Medica”. In der Christlichen Kultur spielt die Rose in der Marienverehrung eine zentrale Rolle; sie wurde zur Marienpflanze. Die Madonna im Rosenhag von Stefan Lochner (um 1450) und Die Madonna im Rosenhag von Martin Schongauer (1473) sind zwei der bekanntesten Bilder der deutschen Kunstgeschichte und herausragende Zeugnisse dafür. Die vielleicht edelste aller Rosen, die Damaszenerrose, stammt aus dem persischen Raum. Sie ist ein sommergrüner Strauch mit rosa Blüten, die unvergleichlich intensiv duften. Sie wird heute als “Ölrose” in Bulgarien, Marokko, Indien, Iran, Russland und in der Türkei kultiviert und ist die erste Wahl für Parfums und edle Naturkosmetik. Wenn wir über Rosenöl sprechen, sollten wir wissen, dass es zwei sehr unterschiedliche Arten gibt: 1. Das Rosenöl-Destillat, auch als “Rose Otto” bezeichnet, wird durch die Wasserdampfdestillation gewonnen. Als Nebenprodukt entsteht Rosenwasser. 2. Das Rosenöl-Extrakt, auch als “Rose Absolue” bezeichnet, wird durch Extraktion gewonnen. Nur EXTRAKT enthält alle Bestandteile der Rosenblüte, auch die wasserlöslichen. Rosenöl gehört zu den komplexesten und kostbarsten ätherischen Ölen. Für ein Kilogramm dieses Öles werden bis zu 4.500 Kilo Rosenblüten benötigt!

Wirkung:

Rosenöl ist aufmunternd, ausgleichend, erfrischend, Herz erwärmend. Die Gefühlswelt wird harmonisiert, und die Sinne werden angeregt. Es euphorisiert, inspiriert und unterstützt kreative Arbeitsprozesse. Bei Problemen mit dem Herzen, der Leber oder der Galle werden häufig warme Wickel mit Rosenduft verwendet. Rosenöl wird als krampflösend, schmerzlindernd und ausgleichend empfunden und ist damit ein bereichernder Bestandstandteil für Aroma-Mischungen in den Bereichen der Gynäkologie, der Pflege und der Schmerztherapie. Oft wird auch seine angstlösende und stimmungsaufhellende Wirkung erwähnt. In der Kosmetik wird die Rose bei gestresster und alternder Haut eingesetzt, um einen frischen und lebendigen Effekt zu erreichen.

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Sandelholz

Sandelholzöl (Santalum album) wird aus den innersten Teilen (Herzholz) des Stamms gewonnen. Bis das ätherische Öl eines Sandelholzbaums destilliert werden kann, dauert es etwa 40 Jahre, was den hohen Preis erklärt. Das Öl ist sehr lange haltbar und reift mit der Dauer seiner Lagerung. Altes Sandelholzöl wird von den indischen Sufis für den Einstieg in die Meditation empfohlen. Das sogenannte East Indian Sandalwood Oil stammt aus Indien, Australien, Indonesien oder Sri Lanka. Es unterschiedet sich hinsichtlich der Wirkung und Duftprofil vollständig vom Westindischen Sandelholz, das auch Amyrisöl genannt wird und zu dem keinerlei Verwandtschaft besteht. Ostindisches Sandelholz wird seit etwa 4.000 Jahren in Indien in religiösen Zeremonien eingesetzt. So sorgt das in Räucherstäbchen enthaltene, intensiv duftende Sandelholzöl für die exotische und einhüllende Atmosphäre in indischen Tempeln. Neben seinem religiösen Bezug im indischen Kulturkreis ist Sandelholz ein sehr alter Parfüminhaltsstoff und Fixativ.

Wirkung:

Sandel wirkt aphrodisisch, meditativ, ausgleichend. Seine Verwendung in der Medizin hat eine lange Geschichte. Bekannt ist es für seine stark desinfizierende Wirkung und seiner Eigenschaft als vielseitiges Hautöl. Dank seiner milden Beschaffenheit kann es sogar unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden.

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Eukalyptus globulus

Eukalyptus globulus ist ein immergrüner Baum, der ursprünglich aus Australien stammt. Für die Ureinwohner hat er rituelle und heilende Bedeutung. Heute wächst er u.a. auch in Nordafrika, Südamerika, Indien und im Mittelmeerraum. Eukalyptusbäume gehören zu den höchsten der Welt. Da sie sehr viel Wasser benötigen, wurden sie früher zur Trockenlegung von Feuchtgebieten eingesetzt. Dadurch wurde die Malaria eingedämmt, was ihm den Namen “Fieberbaum” einbrachte. Das ätherische Eukalyptusöl wird durch Wasserdampfdestillation der Blätter gewonnen. Durch eine zweite Destillation werden kratzende, scharfe Aldehyde entfernt.

Wirkung:

Eukalyptusöl hat eine stark keimtötende Wirkung und ist Bestandteil vieler Arzneimittel, die vornehmlich bei Erkältungskrankheiten eingesetzt werden. Es hilft bei Husten, Bronchitis und Asthma. Auch bei Verbrennungen, Geschwüren und Wunden sowie bei Haut-, Muskel- und Gelenkproblemen findet Eukalyptusöl Verwendung. Es hat eine stark kühlende Wirkung. Auf geistiger Ebene wirkt Eukalyptusöl anregend und konzentrationsfördernd und ist hilfreich bei Erschöpfungszuständen.

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Pfefferminze

Die Pfefferminze (Mentha piperita) ist ein sehr altes Heil- und Würzkraut. Pfefferminzarten finden man weltweit in vielen unterschiedlichen Ausprägungen. Die sehr robuste Pflanze gehört zu den vitalsten überhaupt, und so mancher Gärtner hat seine liebe Not mit dem sich schnell ausbreitenden “Unkraut”. Pfefferminze ist sehr beliebt als Tee und wird gerne bei der Herstellung von Kaugummis, Bonbons und Zahnpasta verwendet. Für das typische Aroma sorgt ein hoher Anteil an Menthol. Im Garten angepflanzt, lockt die blühende Pfefferminze viele Schmetterlingsarten an.

Wirkung:

Pfefferminzöl wirkt anregend, konzentrationsfördernd, nervenstärkend, stimulierend, verdauungsfördernd. Gegen Kopfschmerzen steht es manchem Schmerzmittel in nichts nach. Es wird auch bei geistigem Erschöpfungszustand eingesetzt, und Pflegekräfte berichten von einer stark aufmunternden Wirkung.

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Zirbelkiefer

Die Zirbelkiefer (Pinus cembra) ist der typische Baum der Bayrischen, Österreichischen und Schweizer Alpen. Sie kann 20 bis 30 Meter hoch und bis zu 1000 Jahre alt werden. Durch den hohen Anteil der ätherischen Öle ist der Baum weitgehend resistent gegen Schadinsekten. Im Mittelalter galten die Zapfen der Zirbelkiefer als Fruchtbarkeitssymbol und als Sinnbild für die Unsterblichkeit. Fälschlicherweise werden die Zirbelzapfen oft „Zirbelnuss“ genannt. Eine Spezialität aus den Alpen ist der Zirbelschnaps: In einen Liter Alkohol werden drei bis vier Zirbelzapfen eingelegt, bis sich die Lösung dunkel färbt. Das Zirbelkieferöl wird durch Wasserdampfdestillation der Zweige und Nadeln gewonnen.

Wirkung:

Zirbelkieferöl als Airspray oder im Diffuser lässt nachts tiefer atmen und wirkt sich somit positiv auf die Schlafqualität aus. Es stimuliert, stärkt und muntert auf. In Körper- und Massageöl kann es bei Muskelschmerzen, Verspannungen und rheumatischen Beschwerden helfen.

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Jasmin

Jasmin (Jasminum grandiflorum) ist eines der kostbarsten Öle der Welt. Von Parfümeuren wird es als Königin der ätherischen Öle bezeichnet und zählt zu den Herznoten. Wer einmal in Indien war, wird mit diesem Duft für immer seine Reiseerfahrung verbinden. Der betörende Duft der frischen Jasminblüten ist allgegenwärtig in Tempeln und auf Märkten. Das kostbare Jasminöl wird durch Solventextraktion (früher: Enfleurage) aus den Blüten gewonnen. Für ein Gramm Absolue werden etwa 8.000 Einzelblüten benötigt. In Europa war der bisherige Haupteinsatz in der Kosmetik und in der Parfümerie. Kein Wunder – gilt dieses Öl doch als klassisches Aphrodisiakum.

Wirkung:

Jasminöl beeinflusst laut Prof. Wabner sehr stark das Nervensystem und ist bei Problemen mit psychischem oder psychosomatischem Ursprung sinnvoll in der unterstützenden Behandlung. Es fördert ein Gefühl von Optimismus und Vertrauen. Hebammen berichten von Jasmin als idealem Duft während der Geburt. Man sagt Jasminöl auch eine positive Wirkung auf die weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane nach.

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Ravintsara

Der Ravintsara-Baum, auch Kampferbaum genannt (Cinnamomum camphora), ist ein beeindruckend großer Baum, der ursprünglich aus Japan stammt und seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Madagaskar beheimatet ist. Er hat immergrüne, feste, glänzende Blätter, aus denen das ätherische Öl destilliert wird. Nicht zu verwechseln mit dem Ravensarabaum – (Ravensara aromatica) von dem auch ein interessantes Öl gewonnen wird, das Ravensaraöl. Die heilende Wirkung des Ravintsaraöls ist in der Volksmedizin schon lange bekannt. Da es sehr hautfreundlich ist, wird es in der Naturheilkunde und in der Aromatherapie immer häufiger eingesetzt. Schon der Duft verrät seine Verwandtschaft zum Teebaumöl, allerdings fehlt der scharfe, “medizinische” Unterton.

Wirkung:

Seine starke antivirale, schleimlösende und antibakterielle Wirksamkeit macht Ravintsara zu einem wichtigen Öl bei Infektionserkrankungen der Atemwege. Außerdem ist es ein hervorragendes Nerventonikum. Es soll die Energie steigern und einen optimistischeren Gefühlszustand fördern. Es hilft bei Stress, Ärger, Ängsten und Schlaflosigkeit. Auch bei Herpes labialis werden ihm gute Erfolge bescheinigt.

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Rosengeranie

Die Rosengeranie (Pelargonium graveolens) zählt zu den Duftpelargonien und stammt aus der südafrikanischen Steppe. Auf den Blättern sitzen feine Dufthärchen, die bei Wind oder Berührung Duftstoffe freisetzen. Das ätherische Öl duftet wunderbar blumig und rosig, ohne schwer zu sein und ersetzt manchmal das teurere Rosenöl. Die Hauptinhaltsstoffe Citronellol und Geraniol sind für den intensiven Duftcharakter verantwortlich. Der Volksglaube erzählt, dass Geranien als sogenannte Storchschnabelgewächse böse Geister fernhalten.

Wirkung:

Rosengeranienöl ist hautpflegend, wundheilend, desinfizierend, schmerzlindernd, antiseptisch, antiviral und hilft bei Verbrennungen, Lymphstauungen, Frostbeulen und Ekzemen. Es harmonisiert und wirkt ausgleichend, was es zu einem “Anti-Stress-Öl” macht. Rosengeranienöl soll ausgleichend auf den weiblichen Hormonhaushalt wirken und wird bei Wechseljahrbeschwerden, PMS und Zyklusschwankungen eingesetzt.

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Litsea

Litsea (Litsea cubeba) ist ein immergrüner tropischer Baum mit weißen Blüten. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Süd- und Südostasien und Japan. In China wächst er in Höhenlagen von bis zu 3200 Metern. Die Blüten werden gegessen und als Tee getrunken. Als Früchte sehen sie aus wie kleine Pfefferschoten und werden in der Tat als Pfefferersatz verwendet. Auch Blätter und Rinde gelten als Gewürz. Das ätherische Öl stellt man aus den Früchten her; durch eine Wasserdampfdestillation entsteht das sehr frische und zitronige Öl, das an Zitronengras erinnert. Es wird als aktivierend und den Körper und Geist angesehen und ist ein sehr angenehmer Duft fürs Büro und für die Sauna.

Wirkung:

Litsea ist in der Chinesischen Medizin weit verbreitet und wird bei Infektionen, Erkältungskrankheiten und Grippe eingesetzt. Es wird auch zur Behandlung von Erschöpfung und Stress eingesetzt. Es regt zudem Appetit und Verdauung an. Litseaöl verbreitet eine heitere, gute Stimmung. Er reinigt Raum und Atmosphäre, stimmt die Menschen fröhlich, macht den Kopf frei und beflügelt die Kreativität.

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Thymian rot

Thymian (Thymus vulgaris) ist im Mittelmeerraum beheimatet und wurde im 11. Jh. von Mönchen aus Nordeuropa entdeckt. Er wurde in Klostergärten kultiviert und wurde damals wie heute als aromatisches Gewürz und als Heilmittel geschätzt. Die Farbe Rot hat ihren Ursprung in der Destillation im Kupferkessel. Es entsteht eine Kupferverbindung mit dem Phenol Thymol, die bei der Destillation in Edelstahlanlagen fehlt. Thymian ist oftmals Bestandteil von Zahncremes und Mundwässern wegen seiner Desinfektionswirkung. In der traditionellen chinesischen Medizin wird das würzig-frisch duftende Kraut bei Husten und Erkältungen eingesetzt. Es wird als wärmend und stärkend beschrieben.

Wirkung:

Thymianöl wirkt psychisch und sexuell anregend, aphrodisisch, aufmunternd, Mut machend, nervenstärkend und antibakteriell. Es gilt als wichtiges Desinfektionsmittel mit extrem breitem Wirkungsspektrum. Thymian ist auch ein ausgezeichnetes Hustenmittel, das schon von Hildegard von Bingen beschrieben wurde.

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Neroli

Das Orangenblütenöl (Citrus aurantium) ist ein wunderbar zart duftendes und äußerst kostbares Öl. Es wird durch Solventextraktion oder durch Wasserdampfdestillation aus der Blüte der Bitterorange (auch Pomeranze genannt) gewonnen. Um 1kg Öl zu erhalten, werden 850 kg Blüten benötigt! Der Duft der Orangenblüten ist so betörend, dass er süchtig machen kann. Es heißt, Napoleon konnte auf Feldzügen den Tag nicht ohne einige Sprüher Neroliöl beginnen. Neroli soll seinen Namen von der sizilianischen Prinzessin Nerola erhalten haben, die den Duft über alles liebte.

Wirkung:

Die beruhigend-antidepressive Wirkung des Neroliöls zählt zu einer der stärksten unter den ätherischen Ölen. Es ist allgemein euphorisierend, nervenstärkend, schlaffördernd, stimmungshebend, Selbstvertrauen stärkend. Es beruhigt bei Prüfungsangst und hilft Schwangeren, bei der Geburt zu entspannen. In Hospizen wird es eingesetzt, um das Loslassen zu erleichtern.

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Weihrauch

Die Geschichte des Weihrauchs (Boswellia sacra) ist seit mehr als 5.000 Jahren dokumentiert. Weihrauch und Myrrhe waren die ersten Harze, die von Menschen als Räucherwerk in religiösen Zeremonien eingesetzt wurden, um Menschen spirituell einzustimmen und Räume zu reinigen und Krankheiten zu vertreiben. Bis heute wird Weihrauch in religiösen Zeremonien oder zum Einstieg für Meditationen genutzt. Bei der Pyrolyse des Harzes entsteht Tetrahydrocannabiol, der Hauptwirkstoff von Marihuana. Der warme, süß-balsamische Duft des Weihrauchöls spielt zudem in der Parfümerie eine Rolle.

Wirkung:

Weihrauch wirkt wärmend, beruhigend, kräftigend, entspannend, antibakteriell. Er stärkt das Immunsystem und das seelisch-spirituelle Wohlbefinden.

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Muskatellersalbei

Muskatellersalbei (Salvia sclarea) ist eine sehr beeindruckende Pflanze, die aus dem Mittelmeerraum stammt. Heute wird sie auch in England und Deutschland angebaut und vielfältig genutzt. Sie ist zweijährig, wird bis zu 1,5 Meter hoch, hat große haarige Blätter und zartrosa bis violett-blaue Blüten. Bienen lieben sie! Im Mittelalter kam Muskatellersalbei bei vielen Krankheiten zum Einsatz, u.a. bei Hautproblemen, Muskelbeschwerden und Erkältungen. Seine stärkste Wirkung entfaltet Muskatellersalbei aber im psychischen/seelischen Bereich. Es ist ein ätherisches Öl der Kreativität und der Inspiration. Es öffnet für neue Aufgaben und regt die schöpferischen Kräfte an.

Wirkung:

Muskatellersalbei ist ein bedeutendes Öl für Frauenthemen. Es wird traditionell genutzt, wenn es um Wechseljahrbeschwerden geht, z.B. Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Es hilft gegen Ängste und depressive Zustände und bei Anspannung und Stress (Wochenbett). Außerdem hilft es bei Menstruationsschmerzen, Migräne, beim sogen. Reizdarmsyndrom und bei Muskelsteifigkeit.

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